Wer von Brauchtum spricht, muss sich Fragen gefallen lassen.

Da gibt es in Europa verschiedentlich einen ewiggestrigen Regionalismus der sich gegen alles, was neu und anders ist, sträubt. Es gibt auch eine gemütlich verklärte Vergangenheitswahrnehmung, die nur noch in Heimatmuseen lebendig werden kann.

Meinen wir das, wenn wir in unserer Darstellung des Vereinsprofils vom "ausgraben erhaltener Brauchtumsreste" sprechen? Sicher nicht, denn Beides ist rückwärtsgewandt in einer Welt der Globalisierung der Märkte, der Kommunikation und des sozialen Kapitals.

Worum geht es uns also?

Unsere Vorstellungen schließen immer eine Bewahrung tradierten, in der Praxis erprobten Wissens ein. Wir betonen allerdings deutlich, dass dieses überlieferte Wissen in unsere Gegenwart hinein übersetzt werden muss. 

weiterlesen
20 Jun

Wie definieren wir Schamanismus?

geschrieben von Schamanisches Netzwerk Europa e.V.

Schamanismus ist das älteste Kulturerbe der Menschheit. 

Diese alten Wurzeln enthalten bereits alle ökologischen und physikalischen Erkenntnisse in einer metaphorischen Art und Weise. Die Grundlage dieser Art, das Leben zu betrachten, ist die Überzeugung, dass alles was ist, beseelt ist, sich beständig wandelt und sich mitteilt.

Das Kunstwort „Schamanismus“ stammt aus einer sprachlichen Verallgemeinerung früherer europäischer Völkerkundler. Sie haben vermutlich ein tungusisches Wort zur Bezeichnung von Menschen verwendet, die sich ihrer Meinung nach seltsam verhielten. Dieses Kunstwort hat sich international so schnell durchgesetzt, dass es heute Sinn macht, es zu benutzen. SchamanenInnen selbst haben meist ganz andere Eigenbezeichnungen. 

Schamanismus ist ein universelles Menschheitserbe. Jedoch trägt jede schamanische Kultur ihr eigenes Kleid, das den Menschen von Kindesbeinen an vertraut ist. Das gilt auch für europäische Bedingungen.

weiterlesen