Für unsere Vorfahren, die noch keine Mähdrescher zur Verfügung hatten, bedeuten die Wochen im August und September schwere körperliche Arbeit. Wetterglück und der Segen des Göttlichen waren nötig, um sich einen sorglosen Winter zu sichern. So ist es verständlich, dass die Ernte mit zahlreichen Ritualen und Zeremonien durchgeführt wurde. 
Z.B. gab es einheitliche mit Blumen geschmückte Erntekleidung. Bevor die Arbeit begann, verneigte man sich am Feldrand.

Wenn in der Landwirtschaft die Zeit der intensiven Arbeit dem Ende zu ging, begannen die Märkte, die Ware wurde verkauft und es wurde gemeinsam gefeiert.

Die Tag- und Nachtgleiche (nach dem astronomischen Kalender in der Nacht zum 22.9.2017), nach dem religiösen Kalender der Matthäustag (in der Nacht zum 21.9.2017), ist ein Tag, der in früheren Zeiten eine herausragende Bedeutung hatte.

weiterlesen

Anfang August (1./2. August) feiern wir das Fest der Schnitterin, das Kornerntefest, genannt „Lammas“.

Auch wenn es nicht überall so heiß ist, es ist dennoch Hochsommer und die Zeit der heißesten Tage. Der Sommer ist spürbar und auf den Feldern herrscht Hochbetrieb. Viele Pflanzen tragen Früchte, das Getreide ist reif, die Ernte muss ins Haus.

Nach der Zeit des Reifens, die rund um die Sommersonnenwende war, ist nun eine klare Handlung gefragt. So fordert die Jahreszeit heraus, einen bewussten „Schnitt“ zu setzen, denn die Zeit der Fülle wird vorüber gehen. Das Getreide wird geschnitten, um es nutzen zu können. Dieses Abschneiden ist symbolisch auch der Abschied von der Hitze und der Fülle.

weiterlesen
Please set any module id or module position from the plugin setting page