Anfang August (1./2. August) feiern wir das Fest der Schnitterin, das Kornerntefest, genannt „Lammas“.

Dieses Jahr haben wir den so genannten Jahrhundertsommer.

Seit Wochen Sommer, Sonne und Sonnenschein. Die einen freuen sich und die anderen stöhnen und haben große Einbußen. Die Getreideernten fallen dürftig aus, es gibt weniger Futter für die Tiere und leider sind viele Vögel und Insekten bereits verdurstet.

Klimawandel ist ein Thema. Und ebenso, wie wir wohl mit unserem Konsum etwas veränderen können. Das geht schon damit los, nicht mehr das "Billigfleisch" zu konsumieren und der "Geiz-ist-geil-Gesellschaft" den Rücken zu kehren. Die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten ist durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan und CO2 einer der Hauptverursacher der globalen Erwärmung. Die Zahlen variieren: Einigen Studien zufolge liegt der prozentuale Anteil der Massentierhaltung an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen bei etwa 14,5%.Andere Studien schätzen den Anteil der Massentierhaltung sogar wesentlich höher ein, nämlich zwischen 18 % und 30 %. Viele wissen immer noch nicht, dass die Massentierhaltung solche verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt hat. Ich finde es sehr schamanisch, sich über unsere Mit-LEBEwesen und über unsere Umwelt Gedanken zu machen. Und darüber, was wir tun können. Wie sehen Sie das? 

Unsere Vorfahren lebten noch anders und mit viel Respekt für Tier und Umwelt. Wie wurde die Zeit um Lammas verbracht?

Nach der Zeit des Reifens, die rund um die Sommersonnenwende war, ist nun eine klare Handlung gefragt. So fordert die Jahreszeit heraus, einen bewussten „Schnitt“ zu setzen, denn die Zeit der Fülle wird vorüber gehen. Das Getreide wird geschnitten, um es nutzen zu können. Dieses Abschneiden ist symbolisch auch der Abschied von der Hitze und der Fülle.

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14 Jun

Sommersonnenwende

geschrieben von Tanja Dreeßen

Der Sommer entfaltet sich gerade tausendfach, alles zeigt sich in den prächtigsten Farben und Formen. Das Gras ist kräftig und hoch, bald gibt es eine Fülle von frischen Früchten.

Ist die Schafskälte (zwischen dem 10.-14.Juni) überstanden, zeigt sich in Bezug auf die Ernte, wie wichtig eine gute „Balance“ ist und das Thema dieser Zeit ist das Gleichgewicht zwischen starken unterschiedlichen Kräften: Es muss genügend Wasser geben, aber nicht zu viel, damit die Ernte nicht wegschwemmt. Auch die Sonne wird benötigt, nur nicht so viel, dass alles vertrocknet. Eine alte Bauernregel besagt: „Vor Johanni (24.06) bitte um Regen, hernach kommt er ungelegen.
Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er oft das ganze Jahr.“

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